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KISS mich!

Einer der größten Unterschiede zwischen Deutsch und Englisch ist der Satzaufbau. Ein langer, verschachtelter Satz stört den englischsprachigen Leser. Wenn Sie schreiben, um übersetzt zu werden, sind Sie gut beraten, das KISS-Prinzip zu beachten (“keep it simple, stupid”). Folgende Passage sollte wachgeküsst werden:

Das hohe Leistungs- und Qualitätsniveau unseres Konzerns bildete für diesen Erfolg in Rückbeziehung mit Technologieführerschaft, Lieferverlässlichkeit, Kosteneffizienz, Flexibilität und einer partnerschaftsbezogenen Unternehmenskultur auch als Ausdruck gelebter Corporate Governance die Grundlage.

Hier werden zu viele Abstraktionen hineingepackt. Die Verständlichkeit leidet auch darunter, dass Subjekt, Verb und Objekt (Leistung ... bildete ... Grundlage) zu weit auseinander liegen.

Um einen komplizierten Satzaufbau zu vermeiden, empfiehlt sich die aktive Form. Aktive Verbformen helfen dem Übersetzer auch insofern, als dadurch klar wird, wer etwas gemacht hat und wann es geschehen ist/wird.

Sätze können auch zu kurz sein. Werbetexter haben die Gewohnheit, Sätze ohne Zeitwort zu schreiben. Das funktioniert nicht auf Englisch. Also: Ein-Wort-Sätze. Nein.